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Großer Umbruch im Team Deutschland-Achter

Das deutsche Ruder-Flaggschiff startet mit sehr junger Formation in die Saison

Der Deutschland-Achter startet stark verjüngt in die Saison 2022. Mattes Schönherr (22 Jahre), Wolf-Niclas Schröder (25), Benedict Eggeling (23), Julian Garth (20), Jasper Angl (21) und Steuermann Jonas Wiesen (25) rücken erstmals in das deutsche Ruder-Flaggschiff, während Torben Johannesen, Laurits Follert und Olaf Roggensack nach dem Gewinn von Olympia-Silber in Tokio ihre Plätze behalten. Bundestrainer Uwe Bender stellte bei der Team-Präsentation in Dortmund einen Zehner-Kreis plus Steuermann für den Achter vor. Mit Tom Tewes (21) und Mark Hinrichs (21) gehören zwei ebenfalls junge Ruderer zum erweiterten Kreis mit geplanten Einsätzen. Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider und Martin Sauer beendeten hingegen ihre Karriere; Hannes Ocik wechselte in den Skullbereich, Johannes Weißenfeld legt studienbedingt ein Pausenjahr ein.

Es handelt sich um den größten Umbruch im Deutschland-Achter seit 2009, als es ebenfalls sechs Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab. Mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren (ohne Steuermann) präsentierte Bender zudem die jüngste Achter-Mannschaft seit 2002. „Die Motivation innerhalb der Truppe ist hoch, ebenso die Lernbereitschaft bei jedem einzelnen. Alle wollen sich entwickeln, alle arbeiten gut mit. Sie wissen aber auch, dass sie noch viel lernen müssen“, sagte Bender.

Der neue Deutschland-Achter präsentierte sich im Leistungszentrum Dortmund. In Posen wartet die nächste Bewährungsprobe auf die stark verjüngte Mannschaft. Foto: D. Seyb

Die erste echte Bewährungsprobe wartet auf die junge Achter-Formation, die mit Mattes Schönherr als neuem Schlagmann an den Start gehen wird, vom 17.-19. Juni beim Weltcup im polnischen Posen. Es folgen der Weltcup auf dem Rotsee in Luzern/Schweiz (8.-10. Juli) sowie die Europameisterschaften in München (11.-13. August). Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften im tschechischen Racice (18.-25. September). „Es wird ein schwieriges Jahr, zumal wir neben dem starken personellen Umbruch auch immer wieder mit Corona konfrontiert werden“, erklärte Bender, der in den letzten Wochen den Ausfall von vier Sportlern aus dem Deutschland-Achter nach positiven Covid-19-Tests beklagte. Vor wenigen Tagen erst wurde Laurits Follert positiv getestet, der damit für Posen auszufallen droht. Die anderen befinden sich inzwischen wieder im Training. „Wir müssen derzeit viel improvisieren, aber ich sehe auch positive Entwicklungen in dieser hochmotivierten Mannschaft. Langfristig gesehen kommen wir voran. Ich erkenne in den Trainingseinheiten, dass es schnell werden kann“, meinte Bender.

Für die WM sind Mark Hinrichs und Tom Tewes, die bei der Präsentation als Ersatzleute vorgestellt wurden, vorgesehen. Denn ab September muss die Mannschaft ohne die beiden Stammkräfte Laurits Follert und Olaf Roggensack auskommen. „Beide werden nicht von ihrem Arbeitgeber, der Bundespolizei, für die Vorbereitungs-Trainingslager und den Wettkampf freigestellt, weil ihr Ausbildungsabschnitt in dem für beide wichtigen Ausbildungsjahr am 1. September beginnt. Bei uns spielt nun einmal die Duale Karriere eine große Rolle, daher müssen wir in diesem Jahr improvisieren“, erklärte Bender.

 

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